Verfahren

Fest-Flüssig-Mischen: Pulver einarbeiten

Um feste und flüssige Stoffe zu mischen, reicht das klassische Rührverfahren nicht immer aus. Denn oftmals kommt es beim Rühren zur Bildung von Agglomeraten, Lufteintrag, starker Staubentwicklung oder Lösungsmittelemissionen. Diese Aufgabe des Rührens wird als Suspendieren bezeichnet, wobei die Feststoffe sowohl löslich als auch unlöslich sein können. Mischt man feste und flüssige Stoffe mit einem Rührwerk, kann es zusätzlich zum Verkleben der Feststoffe am Rührwerkzeug, Qualitätsabweichungen und Rohstoffverlusten kommen. All diese unerwünschten Nebeneffekte verhindert das Fest-Flüssig-Mischen, indem es Feststoffe benetzt und anschließend Mischen, Homogenisierenund Dispergieren in einer Passage vereint. Dieses Verfahren spart folglich Zeit sowie Personal-, Reinigungs-, Entsorgungs- und Energiekosten.

Eine rationelle Verwiegung und Dosierung innerhalb des Prozesses wird durch unsere neue Dosierstation erzielt.

Das Fest-Flüssig-Mischen Verfahren findet in Homogenisierungsmischern statt, zu welchen wir Ihnen fachkundige Beratung anbieten können. 


Das Verfahren Fest-Flüssig-Mischen im Detail

Beim Fest-Flüssig-Mischen handelt es sich aus physikalischer Sicht um ein dreiphasiges System, bestehend aus einem Feststoff, der umgebenden atmosphärischen Gasphase und einer Flüssigkeit. Trifft eine Flüssigkeit auf ein bewegtes Feststoffgemisch, bestimmt die Menge der Flüssigkeit und ihre Verteilbarkeit darüber, in welchem Maße die Einzelpartikel benetzt werden. Die Verteilbarkeit einer Flüssigkeit ist vor allem von folgenden physikalischen Eigenschaften abhängig: Oberflächenspannung und Viskosität der Flüssigkeit, Porosität des Feststoffes, Affinität der festen und flüssigen Phase (Lipophil – Hydrophil) sowie Effizienz der Stoffverteilung.


Anwendungen

Das Suspendieren von Feststoffen in Flüssigkeiten, wie zum Beispiel Pulver, Granulate oder Schüttgüter, ist ein komplexer Prozess, der in vielen Branchen Anwendung findet. In der Pharmaindustrie beispielsweise werden Überzugsmaterialien (Coatings)  von Tabletten durch das Einmischen von Feststoffen in wässrige Lösungen hergestellt. Das Herstellen von Suspensionen aus Farbpigmenten gehört zu den typischen Anwendungen bei der Produktion von Farbstoffen.

Weitere verbreitete Anwendungsfälle sind die Herstellung von:


Details

Beim Mischenvon festen und flüssigen Stoffen kommt es vor allem darauf an, dass die gesamte Feststoffmenge vollständig in die Flüssigkeit eingebracht wird. Es sollten keine Restmengen in Zuführbehältern und Zuführleitungen verbleiben. Ebenso sollte der Feststoff nicht aufwirbeln und an der Behälterdeckelinnenseite anhaften. Der suspendierte Feststoff sollte dann homogen verteilt sein, sich nicht zu Agglomeraten vereinen und nicht auf den Behälterboden sedimentieren.
Geeignete Mischbehälter lösen dies mittels Pulvereinsaugung mit Vormischstrecke ohne Rückbefeuchtung der Feststoffe und Rührwerken, die jeden Ort des Mischbehälters mit ausreichender Strömungsgeschwindigkeit beaufschlagen, um die oben genannten Ziele zu erreichen. Allerdings ist auch hier eine genaue technische Auslegung im Vorfeld, in Abhängigkeit der Rohstoffe und dem Prozess, notwendig, um anschließend optimale Produktionsbedingungen zu erreichen. Wir beraten Sie gerne zum Thema Fest-Flüssig-Mischen.

Flüssige Rohstoffkomponenten werden durch unsere Dosierstation optimal dosiert.

Sie möchten Pulver effizienter in Flüssigkeiten einarbeiten? Rufen Sie uns an unter +49 4203 789492, schreiben Sie an info@s-vt.net oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

Häufige Fragen zum Fest-Flüssig-Mischen

Was ist Fest-Flüssig-Mischen?

Ein Verfahren, bei dem Feststoffe wie Pulver oder Granulate benetzt und in einer Passage gemischt, homogenisiert und dispergiert werden. Es vermeidet typische Probleme des klassischen Rührens.

Welche Probleme vermeidet das Verfahren?

Agglomeratbildung, Lufteintrag, Staubentwicklung, Lösungsmittelemissionen, Anhaften am Rührwerkzeug, Qualitätsabweichungen und Rohstoffverluste. Das spart Zeit sowie Personal-, Reinigungs-, Entsorgungs- und Energiekosten.

Wovon hängt die Benetzung des Feststoffs ab?

Von Oberflächenspannung und Viskosität der Flüssigkeit, Porosität des Feststoffs, der Affinität der Phasen (lipophil/hydrophil) und der Effizienz der Stoffverteilung.

Wie lässt sich Pulver staubfrei einarbeiten?

Zum Beispiel über eine Pulvereinsaugung mit Vormischstrecke ohne Rückbefeuchtung und Rührwerke, die den gesamten Behälter ausreichend durchströmen – abgestimmt auf Rohstoffe und Prozess.